Kooperative Ganztagsbildung - Einbindung von „Mittagsbetreuungen“

11. März 2020

PRESSESERVICE DER FDP STADTRATSFRAKTION

Gabriele Neff (FDP), stellvertretende Fraktionsvorsitzende: „Die Stadt war froh, dass sich vor vielen Jahren engagierte Bürgerinnen und Bürger gefunden haben, um die Mittagsbetreuung an Schulen sicherzustellen. Diese Mittagsbetreuungen haben sich bewährt. Sie leisten hervorragende Arbeit und begeistern durch innovative Konzepte. Diese jetzt nicht mehr fair zu berücksichtigen, heißt großes Potential zu verschenken und die Mitarbeiter und Eltern vor den Kopf zu stoßen. Darum fordern wir eine transparente Ausschreibung, bei dem jeder Träger eine Chance hat, da ja bekanntermaßen großer Personalmangel im Erzieherbereich besteht, kann es kein Problem sein, das Personal von Horten und Tagesheimen in andere Einrichtungen zu versetzen."

Deshalb stellt die FDP Stadtratsfraktion folgenden Antrag:

Die Kriterien für die Trägerauswahl für die „Kooperative Ganztagsbildung“ werden dahingehend gestaltet, dass die Münchner Mittagsbetreuungen verstärkt eingebunden werden. Grundsätzlich muss sichergestellt werden, dass sich die bestehenden Mittagsbetreuungen um die Trägerschaft "Kooperative Ganztagsbetreuung" bewerben können. Außerdem wird geprüft, ob bestehende Mittagsbetreuungen die Betreuung an Grundschulen in einem der Nachbarsprengel übernehmen können. Die Anzahl an Betreuungsplätzen darf in keinem Fall durch die neue kooperative Ganztagsbetreuung vermindert werden.

 

Pressekontakt:

FDP Stadtratsfraktion

Gabriele Neff (FDP), Stellv. Fraktionsvorsitzende,

Korreferentin im Referat für Bildung und Sport

Mobil: 0171/521 59 25

 

fdp@muenchen.de

www.fdp-fraktion-muenchen.de

 

Zur Information:
Ab 2025 soll jedes Grundschulkind einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung haben.
Mit der "Kooperativen Ganztagsbildung" soll jeder Erstklässler garantiert einen Betreuungsplatz erhalten. Die Betreuung mit Übergang vom Kindergarten zur Grundschule soll damit gewährleistet sein. In der Vollversammlung am 17.11.2019 (SV 14-20 V 16675) wurde das Trägerauswahlverfahren Ganztagskooperationspartnerinnen und -parnter im Rahmen der Kooperativen Ganztagsbildung an Münchner Grundschulstandorten beschlossen. Die Auswahlkriterien für die Träger wurden darin festgelegt.

An Schulen, an denen das Referat für Bildung und Sport bereits eine eigene Einrichtung wie einen Hort oder ein Tagesheim betreibt, übernimmt die Stadt grundsätzlich selbst die Trägerschaft der Kooperativen Ganztagsbildung. Jede Schule arbeitet eng mit einem einzelnen Partner für den Nachmittag zusammen. Am Großteil der derzeit 137 Grundschulen in München haben andere Träger demnach nur wenig Chancen. Die bisherigen Angebote wie Mittagsbetreuungen, sollen keine neuen Kinder mehr aufnehmen und nach einer Übergangsphase abgewickelt werden. 

Die Mittagsbetreuungen können mit Erfüllung der Kriterien an der Trägerauswahl teilnehmen. Die Angestellten der Mittagsbetreuungen können nur mit der Nachqualifizierung zum Erzieher oder Kinderpfleger in das neue Modell übernommen werden. Mit dem Wechsel in das neue Modell gehen Mitarbeiter verloren.

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